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1. Niederbühler Meerrettichfest

Aktualisiert: 26. Mai 2022

Das schärfste Fest in Mittelbaden

1. Niederbühler Meerrettichfest im Pfarrgarten St. Laurentius

Sie haben richtig Lust auf ein scharfes Fest? Na, dann gibt’s nur eines: Auf nach Niederbühl ins Meerrettichdorf! Dort wird am Samstag den 21. und Sonntag 22. Mai 2022 das erste Niederbühler Meerrettichfest gefeiert. Das kommt nicht von ungefähr. Seit Beginn des letzten Jahrhunderts spielte in dem Dorf, das heute zu Rastatt gehört, der Anbau, die Verarbeitung und der Handel mit Meerrettich eine große Rolle und verschaffte den Menschen dort ein gutes Auskommen.

Der Heimatverein Niederbühl-Förch will, dass diese ausgestorbene Tradition des Meerrettichanbaus unter dem Motto: „Kulinaria á la Niederbühl“ zumindest hobbymäßig wieder zum Leben erweckt wird und begann – angeleitet von Burkard Herrmann, der schon als Bub das Handwerk rund um den Meerrettich erlernt hat - mit dem Anbau auf dem Grundstück hinter der Gemeindescheuer in Niederbühl.

Das Meerrettichfest beginnt am Samstag um 16:00 Uhr mit dem Meerrettichreiben. Unter fachkundiger Anleitung können die Festbesucher ihren eigenen Meerrettich reiben und lernen, wie dieser konserviert und haltbar gemacht wird. Um 19:00 Uhr unterhalten sie die Herz-Schmerz-Buben mit Heimatliedern zum Mitsingen.


Am Sonntag beginnt das Meerrettichfest bereits um 10:30 mit einem Festgottesdienst. Ab 11:30 steht der Frühschoppen bereit und zum Mittagessen gibt es das Niederbühler Nationalgericht "Ochsenbrust mit Kartoffeln und Meerrettich". Ab 14.00 h gibt es Kaffee und ein vielfältiges Angebot an selbst gebackenen Kuchen. An allen Tagen werden sie mit Spezialitäten vom Grill, Flammkuchen, Niederbühler Heimatverein Apfelsaft uvm. kulinarisch verwöhnt. Kurzum ist für jeden etwas dabei.


In der Vergangenheit hatte Niederbühl eine große Bedeutung für den Meerrettichanbau und -handel, die allerdings im Lauf der Zeit verloren ging. Dem Niederbühler Adolf Seitz gelang es bereits vor dem Zweiten Weltkrieg den geriebenen Meerrettich in Gläsern anzubieten. Nach dem Krieg baute er eine kleine Fabrikationshalle (an der Murgtalstraße gegenüber dem SchnickSchnack) und produzierte – unter Mitarbeit seiner beiden Söhne Robert und Waldemar Meerrettich, dessen Verbreitungsgebiet sich von der Schweiz bis nach Holland erstreckte. Die rasch wachsende, knorpelige Pflanze aus Niederbühl fand auch in so manchen Restaurants in Paris ihre Liebhaber.

Erfindergeist aus Niederbühl in der Person von Johann Wich (1859 – 1939) sorgte dafür, dass Meerrettich vor allem dann sein wohltuendes Aroma entwickelt, wenn er ganz fein gerieben zur Anwendung gelangt. In einer Werbebotschaft lautet der Text:





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